Sonntag, 22. Januar 2012

Kopieren ist heilig - Kopimismus, die erste Kirche der Memetik?

Die Erscheinung “Chain World” hat gezeigt, dass religiöse Meme aus etwas entstehen und entwickeln können, das selbst überhaupt nichts übersinnliches oder jenseitiges in sich trägt, sondern vollkommen weltlich und gegenständlich wie zum Beispiel ein USB-Stick ist. 


Sobald wir nämlich auf diesem Stick ein Computer-Spiel speichern, machen wir ihn zum Überträger eines verschlüsselten Gefüges von Ideen, Vorstellungen, Gesetzen, Memen.


Bildet dieses Gefüge dann noch die Formen überlieferter, anerkannter Glaubensordnungen nach, ist es zu seiner Verschmelzung und Mutation mit deren Memen nur noch ein kleiner Schritt.

Sonntag, 1. Januar 2012

Kultur wird Netzkultur - die nächsten 10 Jahre



Seit diesem Vergleich von 2001 ist das Internet durch eine qualvolle Pubertät seinen Kinderschuhen entwachsen. Es ist das beherrschende Medium einer weltweit verschmelzenden Kultur.
Ist es wirklich schon ein Massenmedium? Kann es in den Entwicklungen unserer Zeit zum Massenmedium werden? Oder verkommt es zu einer neuen Waffe in den Verteilungskämpfen der digitalen Spaltung?

Sonntag, 11. Dezember 2011

Chain World - Religion aus der Maschine



Religionen sind für ihre Gläubigen geschriebenes und lesbares Bekenntnis zu etwas Heiligem, das an sich übersinnlich ist. Die Wahrheit ihres Glaubens rechtfertigt sich jenseits jeder körperlichen Erfahrung. Sie besteht ohne wissenschaftlich erbrachten Beweis.

Die heiligen Gesetze die in einer Religion gesammelt sind, stehen für den Gläubigen außerhalb der Zeit und der Welt.

Sie waren vor allem, bestehen ohne alles andere und werden nach allem anderen bleiben.

Sie sind in die Welt getragen, ohne an diese gebunden zu sein. Gotteskinder, Erleuchtete, Propheten sind Träger, nicht Schöpfer ihrer Heilgkeit.

Das Heilige und sein Gesetz sind da, mit oder ohne den Gläubigen.

Soweit der Glaube.