30 April 2006

Good bye Xcomposite, Hello Compiz!

Nach diesem und diesem howto, habe ich nun das immer verbugtere Xcomposite von
meinem Desktop geschmissen und endgültig zu Grabe getragen.
Mit Xgl und Compiz läuft KDE jetzt mit direkter openGL-Unterstützung und das
ist qualitativ nur noch mit der Quartz-Engine von OS X zu vergleichen.

Beschreiben kann man den Effekt nicht mehr, das muss gesehen werden! Live!
Marion hat es gesehen und hat jetzt etwas mehr Verständnis für meinen
Techno-trash-talk der letzten Tage

Compiz läuft, gemessen an seinem frühen Entwicklungsstand, erstaunlich
stabil und ist ganz nebenbei ein gutes Beispiel für die Integration von GNOME
Technologie in KDE. Das beweist meine Erwartung, die Zukunft des Linux-Desktop
liegt jenseits von GNOME und KDE und wird beide Entwicklung gleichsam
zusammenführen und überwinden.

Ein weiteres Beispiel für die Konversion der beiden Desktops in einen
gemeinsamen Standard ist das KDE-Programm Kerry auf der Basis der GNOME
Technologie Beagle.

Das Vorbild für Beagle hat wieder einmal OS X mit seinem Spotlight geliefert.

Im Gegensatz zu Compiz, ist das Kerry/Beagle Gespann noch nicht mehr als eine,
wenn auch schon sehr viel versprechende Technologie-Studie.

Es bleibt spannend ;-)

Danke!

an alle, die mir den alljährlich neuen Schock der eigenen Sterblichkeit mit
Zuspruch, gutem Beispiel und Geschenken ;-) auch diesmal wieder erleichtert
haben!
Ihr macht das Leben lebenswert, Freunde!

29 April 2006

Sind wir schon da?

Seit dem 27. April 1971 überlebe ich mein Leben.

35 Jahre einer endlichen Zeit.

Es ist ernüchternd wieviele Träume in dieser Zeit zu Grabe getragen wurden und wie wenige Träume noch übrig sind.

Was habe ich geleistet in meinemLeben?
Ich habe einen Menschen dazu gebracht, bei mir zu bleiben.

Was will ich noch erreichen?

Etwas von mir, dass mich überlebt.

Zumindest einen Abgang mit Stil.

Das Leben ist ein Märchen, erzählt von einem Narren, bedeutend, nichts.
-William Shakespeare-

23 April 2006

Heureka! Return of the Schlagschatten in KDE!

Just habe ich einen workaround für den Verlust meiner schattierten
KDE-Startleiste gefunden!

Es ist a realy quick and dirty workaround indeed und ich bin auch Lichtjahre
davon entfernt, die Ursache des Defekts zu erkennen.
Egal. Problem gelöst.

Und weil Open Source verpfichtet, hier der workaround in Kürze:
Startet KDE mit den Default-Einstellungen für Transparenz und Schatten, ist
beides korrekt und bleibt auch bei nachträglichen Einstellungen in der
laufenden Session intakt.
Wird KDE danach mit den veränderten Einstellungen für Transparenz und Schatten
neu gestartet, sind Schlagschatten für Kicker und aktive Karamba-Themen
perdu...
Also vor jedem logout einmal im Kontroll-Center bei Transparen/Schatten auf
"Voreinstellungen" und "Anwenden" klicken, fertisch
Komisch, iss aber so.

Kleine Verluste, Kleine Siege

Kaum beschwert man sich, das Quicktime Live-Streams unter KDE nicht laufen und
hat sich gerade deshalb in frischer Wut die neusten Win32-Codecs installiert,
schon kann man die Live-Streams jetzt zumindest mal *hören*
Fortschritt!

Weniger schön ist, das mir ein Absturz von Kompose den Schlagschatten meiner
KDE-Startleiste *irreperabel* zerschossen hat...
Für mich als bekennender Eye Candy Addict eine Katastrophe.
Wer einen Tipp hat, wie man das wieder hin kriegt, herrr dammmit ;-)
Naja, war klar dass das Ding noch buggy ist, Hauptsache der Rest des Desktop
behält seine "Tiefe".

Bis auf weiteres hoffen wir auf die Entwickler von Xgl und warten auf 's
Christkind

21 April 2006

Rock the blog und das wahre Apple Bootcamp

Markus rockt die blogsphere! Rockt mit!
Franz meinte: "Sieht genau so aus wie bei Dir zuhause"
Ich hoffe, er meint mit zuhause mein blog.
Sonst müsste ich beleidigt sein.
Und überhaupt. Das Layout ok. Aber inhaltlich?
Da frage ich mich schon eher, ob der Name für Apples Boot-Manager hier entstanden ist.
Bootcamp.
Passt doch.
Zahllose, wehrlos in Microsoft Bunker eingeferchte, zu stumpfen Rechenknechten reduzierte Macs.
Erinnert mich an die horizontweiten Menschenbatterien in "Matrix"
Ist das die Lagerkommandantin?
Ist dieses Apple Bootcamp die ebenso subtile wie grausame Rache von Microsoft für diesen Spot von Apple?
"... Ab heute wird der Mac hier "leben"... Stell Dir die Möglichkeiten vor..."
...
*schauder*

20 April 2006

Ostern, Integrale Morde, der Neumann-Effekt,Konquering Aldi und the eternal ladies man

Niemand macht der römisch-katholischen Kirche etwas vor, im Management von
Massen-Events, nicht mal Andre Heller!

Da kann selbst ein ungläubiger Agnostiker wie ich, nur anerkennend staunen.
Respekt Benedikt!

Soviel zu Ostern 2006.

Hey, Deutschland diskutiert über die gescheiterte Integration fanatischer
Muslime, die sich gegenseitig umbringen
und währenddessen bringen unsere
eigenen, niedlichen Rasse-Fanatiker jeden um, der am falschen Ort, zur
falschen Zeit, die falsche Hautfarbe hat?

Die neue deutsche Leitkultur.
Ich wünschte, ich wäre einfach nur im falschen Film.
Gut, dass es noch Dinge gibt, die einen hochziehen.

Die motivierenden, weil klaren Aussagen von Jan, zum Beispiel:
"Genug der Moral. Weiter im Tagesgeschäft."

Ein Satz wie ein Multivatimin-Trunk in den Tag!

Auch die letzte Feuertaufe mit SUSE KDE auf meinem Laptop, lässt mich meinen
Kopf etwas aufrechter auf den Schultern tragen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Evangelist für openSUSE KDE bin.

Nein, nicht für Linux, nicht für openSUSE, sondern für openSUSE KDE.

Diese Unterscheidung ist wichtig.
Linux ist nicht gleich Linux.
openSUSE ist das Linux, dass am besten zu mir passt.
KDE ist das Linux-GUI, dass am besten zu mir passt. Und da bin ich in bester
Gesellschaft
.
Das eine ist ohne das andere für mich bestenfalls nur die Hälfte wert.

Das vorausgeschickt, habe ich immer noch eine 6 GB große Windows XP Dual Boot
Partition auf meinem Laptop und ich HASSE sie!
Wofür habe ich sie? Ausschließlich, um mir das hier ansehen zu können! Und
deswegen HASSE ich sie umso mehr!
Mein KDE ist ein vollwertiges Desktop-System, mit dem ich buchstäblich ALLES
machen kann, nur und ausgerechnet für den Qicktime Stream von Steve Jobs
aktueller Apple Keynote muss ich ausgerechnet Microsoft Windows XP starten?

Weder das von mir bevorzugte KMPlayer, noch das langsam immer besser werdende
Kaffeine, die beide alles andere schaffen, sind in der Lage, dieses Format
wiederzugeben?
Das ist peinlich im alten Sinn von "schmerzhaft" für Linux und für mich.


Warum lege ich so großen Wert darauf, die Keynotes von Steve Job sehen zu
können? Das ist einfach. Er ist einer der wenigen modernen Unternehmer, die
mich mit ihren Ideen inspirieren. Immer wieder.

Das ist nun weniger ein Problem von openSUSE, geschweige denn von KDE, mehr
ein Problem von grundsätzlich fehlenden bzw. veralteten Codecs für Linux.
Unlösbar ist das nicht und deshalb mit jedem weiteren Tag peinlicher.

Schwieriger sind da schon die für openSUSE spezifischen Probleme, denn die
sind zu allem Überfluss auch noch ausnahmslos hausgemacht.

Warum muss ich bei jedem Systemstart meine Soundkarte neu installieren, nur um
bei Flash-Filmen im Web-Browser Ton hören zu können?

Warum fehlen mir nach einem Update von KDE über die FTP-Server von Novell/SUSE
wichtige Teile des Systems?

Beide Fehler haben nichts mit fehlenden Funktionen von Linux oder KDE zu tun.
Beide Fehler sind direkte Folgen der himmelschreiend schlampigen Produktpflege
und Qualitätssicherung bei Novell/SUSE

Ich schreibe das gerade weil ich von der endgültigen Überlegenheit von Linux
gegen OS X und Windows überzeugt bin.

Aber solange die oben beschriebenen, vermeidbaren Fehler nicht behoben sind,
brauchen wir über den potentiellen Erfolg von vorinstallierten Linux-PCs bei
Aldi gar nicht erst diskutieren.

Ich vertraue darauf dass die Qualität von SUSE in dem Maß zunimmt, in dem
Novell das Monopol über seine Weiterentwicklung noch mehr als bisher an die
Open Source Entwicklergemeinschaft abgibt.
openSUSE war hier ein erster Schritt in die richtige Richtung und vorbildliche
Projekte wie Packman zeigen, wie es weiter gehen muss.

Die Erfolgsrezepte sind die selben, wie überall in Open Source:
Kollektive gegenseitige Qualitätskontrolle dezentral vernetzter Beitragender,
an einem gleichzeitig zentral administrierten Projekt.

Der Linux-PC wird Aldi erobern.
Die Tage meiner Windows-Partition sind gezählt.

Aber genug der evangelikalen Eiferei.

Zum Schluss für heute noch etwas für 's Romantiker-Herz:
He is right, he is my man.
Er ist es, seit mich seine Stimme, seine Texte, seine Augen zum ersten Mal ins
Herz trafen.
Wer ihn noch nicht kennt, dem empfehle ich dringend die Entdeckung.
Es gibt keinen zweiten Leonard Cohen.
Und genau da befürchte ich das Problem des angekündigten Konzert-Films.
Wenn Nick Cave Cohens Songs interpretiert, ist das konsequent, wenn Jarvis
Cocker es tut, mag es noch spannend sein. Aber wenn Bono und U2 sich an Cohen
vergreifen, dann erwartet man Nervtötendes wie seit mindestens 6 Jahren von
U2... auweija.

p. p. s.: Habe heute einen lieben Freund zum ersten Mal seit Jahren wieder
gesehen. Freidenker wie Matthias sind etwas wohltuendes im heutigen
Meinungs-Muzak. Ich hoffe, wir können ihn auch bald in der blogsphere
begrüßen.

14 April 2006

blogende Freunde, Aufbrüche und AdSense

Mein Freund und Arbeitskollege Jan Neumann hat sein eigenes Blog veröffentlicht! Natürlich habe ich die Adresse gleich in meine Friends-List aufgenommen.
Willkommen in der blogsphere, Jan! Das Netzwerk wird mit jedem neuen Knotenpunkt wertvoller.

Wenn ein guter Freund es einem vormacht, sollte man auch wagen und Neues versuchen.

Ich habe mich also bei Adsense angemeldet.
Iiieeeehhhh! Reklaaaameee???
Ja, Reklame, denn Reklame ist das ebenso hochbegabte wie ungeliebte Kind der freien Marktwirtschaft.
Ohne Reklame würde Marktwirtschaft nicht funktionieren.
Und sich innerhalb eines blog, das nicht zuletzt Selbst-Reklame ist, der Reklame zu verweigern ist... etwas.... verlogen ;-)

Ich bin gespannt, ob es zu Synergie-Effekten kommen wird, ganz abgesehen von möglichen Einnahmen.

02 April 2006

Die christliche Al Quaida

Es gibt sie.
Sie sind aktiv.
Sie wollen das Christentum in das finstere Mittelalter zurück bomben, aus dem
es sich im 16. Jahrhundert befreit hat und in dem der Islam immer noch tiefer
untergeht.

Noch sind ihre Bomben nur Worte.
Noch hört der mächtigste christliche Fanatiker der Welt mehr auf die
geschäftsmäßigen Öl-Multis, denen es zum Glück egal ist, mit welchen Kindern
Abrahams sie Geschäfte machen, solange sie können.

Aber wenn der Islam überwunden ist, wird dieser Mann frei sein für eine neue
Mission. Und sie werden bereit stehen, sie ihm einzuflüstern. Es wird nicht
viel Überredung kosten....

Spätestens dann müssen die abendländischen Werte der Renaissance und
Aufklärung nach innen genauso hart verteidigt werden, wie gegen Al Quaida.

Egal. Freiheit ist mehr wert als Frieden!
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/22/22332/1.html&words=Armee%20Gottes