24 Juli 2006

Blog some, lose some... Blogsterben bei Blogsome?


Das war ein verdammt schneller und kurzer Lebenszyklus, selbst für die volatile Blogosphäre, Respekt! Gerade noch hatte ich Franz Wegener zu seinem Eintritt in das Web 2.0 beglückwünscht, schon ist Schicht im Schacht. Ich hielt das zunächst für einen weiteren der vielen brachialen Ausbrüche kreativer Frustration. Letztendlich lag ich da auch nicht falsch. Franz probiert ein neues Gadget aus. Das Gadget erfüllt nicht seine sehnliche Hoffnung nach dem Ende aller Fragen. Es wagt sich, nicht perfekt zu sein. Das Gadget wird als unnützes, erfolgloses Nischenprodukt auf ewig verdammt, gleich, wie viele Millionen Menschen es zufrieden nutzen. Dieser Ritus wiederholt sich mit immer kürzer werdenden Abständen und in wachsender Itensität.

Doch der Störfall Blogsome zog offensichtlich weitere Kreise...

Alle waren sie weg...
Und jetzt sind sie alle... wieder da!

Desshalb war diese Reaktion auch nicht gerechtfertigt:

Franz-Josef Wegener 23:14:24

So, das war es dann mit meinem Ausflug in die schöne neue Welt atomisierter Selbstbespiegelung. Was soll ich denn mit so einem System? >:-o
Dafür ist mir meine Zeit nun wirklich zu schade ...
:'(

Franz-Josef Wegener 23:21:00

Jetzt hab ich es gelöscht.
Bye.
Franz muss noch lernen, sich dem memetischen Evolutionsdruck der Blogosphäre anzupassen. Man kann Katastrophen in der Blogosphäre auf zweierlei Weise überleben:

  1. Abwarten und mittlerweile Meinungsdruck ausüben, so wie es die Blogsome User in ihren Foren erfolgreich getan haben.
  2. In eine lebensfreundlichere Nische der Blogosphäre flüchten, so wie ich es getan habe, als mir mein Blog bei Tripod zu unhandlich wurde und ich mich deshalb bei Blogger einnistete.
Überleben in der Blogosphäre erfordert Ausdauer und Flexibilität.

Abschalten bedeutet virtuellen Suizid.

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auweiPod! Zune kommt!



Die Schonzeit für Apple ist offiziell vorbei. Microsoft hat die Jagd auf den berühmtesten, mobilen Musik-Player der Welt eröffnet. Zune kommt. Und Apple wird sich sehr viel mehr einfallen lassen müssen als das, um nicht vom Riesen aus Redmond überrannt zu werden.

Zwar ist Zune im Moment nicht mehr als eine geheimnisvolle Ankündigung, aber wer ein Bewusstsein für IT-Geschichte hat, weiss, welche suggestive Macht Ankündigungen von Microsoft besitzen.

Auf Apple lastet der Fluch von Xerox Parc. Seit sich die die Entwickler aus Cupertino 1979 dort die Ideen für ihre GUI "ausgeliehen" haben, wird der "Ideen-Dieb" Steve Jobs, ganz wie in den Höllen von Hieronymus Bosch, immer wieder Opfer seiner alten Sünde. Und sein Teufel ist Bill Gates.

Mit schmerzhafter Regelmäßigkeit werden aus guten Ideen von Apple, schlechtere und trotzdem erfolgreichere Produkte von Microsoft. Und warum sollte es diesmal anders sein?

Apple hat mal wieder nur das bessere Produktdesign und die stärkere Aura des Markennamens. Aber im Ausbau weiterer Funktionen, ist man den unüberhörbaren Wünschen der Kundschaft von Beginn an nur widerwillig und halbherzig gefolgt. Apple weiss sehr gut, dass eben ihr überlegenes Produktdesign dem Ausbau neuer Funktionen endliche Grenzen setzt. Es passt nur eine n-fache Menge von Knöpfen auf diese elegante Schönheit, bevor sie zum Frankenstein mutiert.

Mittlerweile sehnt sich die Musikindustrie nach einem Befreier aus dem Gefängnis namens iTunes Music Store. Apple diktiert die Infrastruktur. Apple diktiert die Preise. Microsoft wird hier mit Zune in die offenen Arme bereitwilliger Helfer laufen. Das langfristig nur eine Versklavung gegen die andere getauscht wird, wenn interessiert das?

Erst jetzt kommen Microsofts eigene Vorteile zum Tragen. Microsoft ist geduldig. Man hat Apple die Aufgabe überlassen, das Konzept mobiler MP3-Player erfolgreich im Kollektivbewusstsein zu verankern und seine Kinderkrankheiten auszumerzen. Der iPod, der für Apple eine Frage des Überlebens ist, ist für Microsoft eine kostenlose Entwicklungsstudie für Zune. Microsoft ist reich. Was Microsoft an lauteren und unlauteren Mitteln in die Werbung für Zune werfen wird, kann die Marketing-Abteilung von Apple nur erträumen. Microsoft hat "Freunde". Die IT-Welt lässt sich gern von Steve Jobs inspirieren. Aber sie gehorcht, immer noch, Bill Gates. Unzählige Hard- und Software-Hersteller, sehnen sich danach, Zubehör für Zune entwickeln zu dürfen. Microsoft hat keinen Geschmack. Geschmack ist eine Behinderung. Geschmack hindert Dich daran, einen weiteren Knopf auf das Gehäuse zu bringen, weil das hässlich aussehen würde. Du willst einen GPS-Empänger in Deinem Musik-Player? Microsoft wird ihn zur Not aufflanschen. Egal, wie das dann aussieht.

Für die Musikindustrie hat es von Beginn an eine dritte Alternative gegeben. Der Aufbau einer gemeinschaftlichen, digitalen Vertriebsinfrastruktur, von der die IT-Branche abhängt, nicht umgekehrt.

Aber wen interessiert das jetzt noch?

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20 Juli 2006

Die Singularität kommt!



Herzlichen Dank an Markus Immerheiser für diesen wahrlich bewusstseinserweiternden Link!

Logisch!
Konsequent!
Unvermeidlich.

Die Singularität kommt.
Und sie wird aus uns entstehen.

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Treo vs. Blackberry



Ich gebe gern zu, dass das hier ein parteiisches freedbacking ist. Ich bin seit Jahren ein mehr oder weniger zufriedener,aber immer emotionaler Palm-Nutzer. Seine Benutzer-Schnittstelle ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich kann meinen Treo nutzen, ohne dabei über die Menüführung nachdenken zu müssen. Meine erste praktische Begegnung mit einem Blackberry musste also voreingenommen sein.

Ich war aber froh und dankbar, dass es dazu kam. Schon lange hatte man mir erzählt, dass alles was Palm heißt, Vergangenheit sei und Blackberry das neue große Ding.

Mein Freund Ron Zessin gehört, seit ich ihn kenne, zur PDA-Aristokratie der Psion Nutzer. Für mich war der Psion immer von archaischer Faszination, wie ein Gadget aus einem 50'er-Jahre Bondfilm. Edel, elegant, aber irgendwie aus einer älteren Zeit. Ron dagegen betrachtete meine verschiedenen Palm PDAs lange mit dem Blick eines Jaguar Fahrers auf einen new beetle. Das hatte letztlich immer nur meinen proletarischen Stolz genährt.

Nun ist Rons Psion vor kurzem dem Schicksal alles Vergänglichen anheim gefallen. Ein Ende ist immer ein Anfang und im Zuge einer neuen Anstellung begann Rons Abenteuer mit einem Blackberry. Und damit kam auch meine Chance auf eine Begegnung mit einem neuen, fremden Interface.

Der Einstieg in diese Begegnung war bezeichnend. Ron fragte mich ob ich es schaffen würde, in die E-Mail-Funktion seines Blackberry zu gelangen. Kaum hatte ich das Gerät in der Hand, wusste ich was er meinte. Ich habe bis dahin noch keine schlechtere Benutzerführung eines mobilen, elektronischen Gerätes erlebt. Der Fehler des Blackberry liegt dabei in der übertriebenen Reduzierung und Vereinfachung von Bedienelementen. Das Konzept wird so weit getrieben, dass das Gerät in letzter Konsequenz unbrauchbar wird. Beispiel: Denkt eigentlich noch irgend jemand ernsthaft über den Kauf eines iPod Shuffle nach? Gleiches Konzept. Gleiches Problem. Im direkten Vergleich ist das Interface des Treo zwar auch so einfach wie möglich, aber gleichzeitig immer noch so differenziert wie nötig, um benutzbar zu bleiben.

Ergebnis: ich kapitulierte vor der Aufgabe, den Blackberry zu verstehen, Ron hatte sich zeitgleich die Grundlagen des Treo vermittelt. Hätte er einen vollen Tag mit dem Treo verbracht, er hätte ihn vollkommen beherrscht. Am Ende des Tests stand ein Treo Nutzer, der jetzt noch sicherer war, keinen Blackberry zu kaufen und einen Blackberry Nutzer der über den Kauf eines Treo nachdenkt.

Ehrlich, der Treo hat seine Macken. Die größte ist sein miserabler Audioausgang. Aber solche Nachteile werden von der Flexibilität des Gerätes mehr als aufgehoben.

Ich habe mich nach dieser Begegnung in das Thema Blackberry eingelesen, weil ich nicht verstehen konnte, wie der Hersteller mit solchen Modellen, solchen weltweiten Erfolg haben konnte. Es gibt sicher bessere Blackberry als diesen. Aber der Vorteil des Treo bleibt in einer spürbar gegensätzlichen Produktphilosophie erhalten.

Es besteht ein direkter Zusammenhang, zwischen dem stärkeren Schwerpunkt den Blackberrry ,im Vergleich zu Palm, auf die Integration in Unternehmen legt, zu der Bedienung seiner Geräte.

Ein Treo ist immer zu allerst mein Treo. Er ist flexibel erweiterbar und personalisierbar. Seine Konfiguration ist ein Ausdruck meiner Individualität. Ein Blackberry ist immer in erster Linie der Blackberrry meiner Firma. Er soll mich mit meiner Firma mobil in Verbindung halten. Sonst nichts. Jede individuelle Funktion ist ein unnötiger Bonus.

Ich bleibe bei meinem Treo.

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16 Juli 2006

Wow! Franz Wegener 2.0.x!



Franz Wegener hat sich in die Blogosphäre katapultiert und ist damit offiziell Teil des Web 2.0!

Das ist mal eine Nachricht! Für mich ganz persönlich, denn seit wir uns 1994 kennen lernten, ist er mir immer mehr zum gedanklichen Impulsgeber erwachsen, jemand, mit dem man ebensogut für etwas, wie über etwas streiten kann. Jemand der Dir hilft, Dich weiter zu bringen.

Für die Blogosphäre bedeutet dieser Zuwachs einen qualitativen Sprung. Hier überwindet jemand die immer noch allzu übliche akademische Arroganz, lässt sich auf ein neues Medium ein und bereichert es um seine Kreativität und Kompetenz.

Enjoy the ride!

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09 Juli 2006

Werner Habel verkauft seine Seele an Google!



Darf ich Larry Page und Sergey Brin vertrauen? Nein, natürlich nicht! Sie werden alle in der Welt verfügbaren Informationen mit ihrer monströsen Suchmaschine aufsaugen, einsperren, versklaven und irgendwann an das kommunistische China verkaufen!

Darf ich mit Larry Page und Sergey Brin Geschäfte machen? Ja aber selbstverständlich! Larry Page und Sergey Brin machen das, was ihre Kritiker lieber selbst tun würden, wären sie nur intelligent und schnell genug dafür und wäre ihnen Google nicht immer wieder um Jahre vorraus in der Erschließung neuer, digitaler Märkte.

Goggle versteht das Internet so gut, wie es vorher nur Amazon verstanden hat Es geht hier nicht um die Konkurrenz von Systemen, wie Microsoft, Linux oder Apple. Das System der Zukunft ist das Internet selbst. Schon SUN wusste, ohne daraus den möglichen Gewinn schöpfen zu können: "The network is the computer".

Google zieht aus dieser Tatsache die letzte Konsequenz. Der Gewinn wartet im Angebot von Dienstleistungen und Anwendungen innerhalb des Systems Internet. Während sich Microsoft und Apple noch darüber definieren und streiten, wer die hübscheren Fenster auf den Bildschirm zeichnet, überlässt Google es Linux eine freie Infrastruktur aufzubauen, während man sich selbst auf die eigen Stärke konzentriert: Dienstleistungen! Dienstleistungen! Dienstleistungen!

All das könnten andere auch tun, sogar besser. Nur Google tut es. So gut Google es kann. Jetzt.

Die zentrale digitale Indizierung analog gespeicherter Information ist eine historische Aufgabe von weltweiter Bedeutung. Wir erfinden damit den Buchdruck noch einmal neu, mit dem Vielfachen seiner bisherigen Wirkung auf die menschliche Kultur.

Wenn sich die Politik diese Aufgabe von Amazon und Google aus der Hand nehmen lässt, sagt das etwas aus über die wirtschaftliche Macht dieser Unternehmen, aber es sagt noch viel mehr und viel gefährlicheres über die offensichtliche Ignoranz der Politik.

Man mag sich bei all dem Regulations-Dilettantismus gar nicht vorstellen, was eine staatliche Behörde namens "Google" aus diseser Aufgabe machen würde.

Google soll böse sein, weil es mit dem kommunistischen China moralische Kompromisse eingeht, um Geschäfte machen zu können? Siemens? BMW? Bayer? Kann irgend ein Unternehmen in China Erfolg haben, ohne dafür moralische Kompromisse einzugehen? Wer? Wann? mit welcher Strategie? Namen bitte!

Und ich lese von diesen Firmen kein öffentliches Eingeständnis, dass sie sich des Bruchs des eigenen moralischen Grundsatzes bewusst sind. Haben diese Firmen einen moralischen Grundsatz?

China, das bevölkerungsreichste Land der Erde politisch und wirtschaftlich isolieren zu wollen, ist die arrogante Illusion des Feuilletons der ersten Welt. Der Rest von uns, muss sich mit dem Unvermeidlichen vereinbaren: Von China verändert zu werden, während wir China verändern.

Larry Page und Sergey Brin sind de facto die Verleger meiner hier betriebenen, digitalen Selbstvermarktung. Ihre Strategie für das Internet und für China beweist: Moral hin, Vertrauen her; kaum ein Verlag könnte zukunftssicherer sein. Und nachdem ich vom Generalverdacht des Spammers befreit bin, löse ich jetzt mein bedingtes Versprechen ein: Werner Habel verkauft seine Seele an Google!

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07 Juli 2006

Neueröffnung!




"Von:
"Blogger Help" <support@blogger.com>
An:
we.ha@gmx.net
Datum:
Gestern 18:42:13

Hello,

Your blog has been reviewed, verified, and cleared for regular use so that it will no longer appear as potential spam. If you sign out of Blogger and sign back in again, you should be able to post as normal. Thanks for your patience, and we apologize for any inconvenience this has caused.

Sincerely,
The Blogger Team"

Lüge!

Na ja, zumindest die Ära der Fettabsaugungen bei Adsense scheint nun endlich vorbei zu sein, mannomann.

Der ganze Frust hat mich auch neu motiviert, den Aufbau meiner Blog Seitenleiste etwas zu optimieren.
Der Ansatz: Dynamisches nach oben, statisches nach unten.

Meine hier verknüpften Freunde mögen es mir verzeihen, aber Ihre Adressen ändern sich nun mal doch seltener, als meine Beiträge. Und die findet man mit der neuen Struktur noch schneller.
Toll!

Aber das ist erst der Anfang. Weiteres Freedbacking folgt und ich werde in Kürze meine Seele verkaufen.
Hier!
Live!
Vor laufender Kammera!
Nein, das nicht. Aber hier und live schon irgendwie ;-)

Aber nur wenn Google wieder lieb ist!

Bleibt bei mir!
Ich zähl auf Euch!

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05 Juli 2006

Blogger vertraut mir nicht mehr


Blogger glaubt, dass das hier ein Spam-Blog ist?
Warum?
Weil hier seit Tagen nur noch für Fettabsaugung geworben wird? Das ist doch wohl eher das Problem der Herren von Adsense, die von meiner CD-Kritik zu "Bad Ass Molly" von Rabies wohl nur "bad ass" verstanden haben.

Tolle Leistung, Jungs!

Jetzt muss ich vor jeder Veröffentlichung eine Sicherheitsabfrage bestätigen. Das sollte mein Blog doch ursprünglich vor Kommentar-Spam schützen, oder?

Wird jetzt MEIN Blog vor MIR geschützt?

Toller Service!
Danke Blogger!
Danke Google!
Nur weiter so!

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04 Juli 2006

Jedes Blog ist ein Freedback!

Huch! schon wieder ein frisches, junges, neues Mem! Noch unschuldig, aber
geboren, um mißbraucht zu werden.

Freedbacking... hmmm... klingt griffig... aber was ist ein Freedback? Freedbackst Du
schon? hmmm....

Gemeint ist wohl ein HTML-Tag für die konstruktive Kritik an einem Produkt
und/oder einer Dienstleistung, die Endanwender im Rahmen einer offenen
Blog-Struktur vreröffentlichen.

Das neue an der Idee ist das Konzept des Tags. Das von Amazon eingeführte
Prinzip der Kundenbewertung, wird mit den Vorteilen von Technorati, Flickr,
und del.icio.us verbunden, die alle auf der Grundlage von Tags funktionieren.
Gleichzeitig wird das Konzept der offenen Kundenbewertung mit einem Schlag auf
die Dimension des gesamten Internet ausgeweitet.

Theoretisch soll die Kommunikation zwischen Anbietern und Kunden dadurch
direkter, transparenter und ... sowas aber auch... besser werden?

Neuer Anspruch? Nö. Vor kurzem nannte man das noch newsgroup, mailing-list
oder Forum.

Aber wegen der Einführung des internetweiten Tags reden wir nicht mehr vom
Kundenservice von IBM, Amazon oder Microsoft. Wir reden jetzt vielleicht zum
ersten Mal und endlich vom Internet als Kundenservice. Endlich!

Wieder einmal wird ein schon totes Mem durch eine Umetikettierung und Uminterpretation neu belebt. vieles, was in den 90gern als "Push" verlacht wurde, wird heute mit dem Etikett "Web 2.0" als Zeitgeist vermarktet.

Newsgroups, Mailing-Lists und Foren sind so alt wie das Internet. Aber jetzt werden sie mit einem neuen, sexy Tag auf eine neue Ebene des Massenbewusstseins gehoben und erreichen so ungeahnte, neue Potentiale.

Jeder Blogger ist Freedbacker.
Ich auch.
Meine ersten Freedbackings folgen in Kürze hier.

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03 Juli 2006

Nachgedanken zum Microsoft Windows Genuine Advantage



... man kann seine Produkte nur dann verschenken, wenn alle Konkurrenten ihre Produkte verkaufen.

Nur in einem Markt voller teurer Konkurrenten hat ein Geschenk den Vorteil.
Und selbst dann bleibt das Verschenken seines Produktes ein betriebswirtschaftliches Überlebensrisiko.

Du musst genauso viel Geld in Forschung und Entwicklung stecken, wie Deine Konkurrenz. Niemand nimmt Müll als Geschenk an.

Du musst den Markt schnell mit Geschenken überfluten. Deine Ressourcen sind begrenzt. Du könntest tot sein, bevor Du Marktführer geworden bist.

Es darf keinen Konkurrenten mit größeren Ressourcen geben, der besser entwickelte Produkte, schneller und konsequenter verschenkt, als es Deine Ressourcen erlauben.

Im Kern ist dies das unlösbare Problem, das Microsoft mit Linux hat.

Linux hat das Internet als de facto kostenloses Entwicklungslabor,als de facto kostenlosen Vertriebskanal und als de facto kostenlosen Kundenservice. All das mit quasi unendlichen Ressourcen an Menschen und Zeit.
Die Produktzyklen von Open Source Software werden nicht in Jahren, sondern in Tagen gemessen.

Microsoft kann seine Produkte nicht so schnell, effizient und konsequent verschenken, wie Linux es kann. Die EULA lässt das nicht zu.

Die Einführung des Windows Genuine Advantage zeigt, dass Microsoft diese Tatsache begriffen hat.

Windows war immer schon freie Software nach dem Prinzip Freibier, aber hat so nur als Einzelgänger in einem sonst teuren, geschlossenen Markt betriebswirtschaftlichen Sinn gemacht.

Erst jetzt, da Linux Microsofts Gewinnerwartungen bedroht, wird mit dem Windows Genuine Advantage das tatsächliche Ende von Windows als Freibier eingeläutet.

Was kommt als nächstes? Es gibt bereits Anzeichen in den Bereichen Entwicklung und Marketing, dass Microsoft beginnt, sich unter den Bedingungen des neuen Marktes wieder einmal neu zu erfinden.
Microsoft in fünf Jahren ein Anbieter von Open Source Software?

Warum nicht?

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02 Juli 2006

Microsoft Windows Genuine Advantage (WGA)

Meiner Meinung nach die größte Werbekampagne für Linux, die je von Microsoft gestartet wurde.
Immer wenn Microsoft Produkte verschenken, wollen sie Märkte erobern. Das haben sie mit dem de facto nicht vorhandenen Kopierschutz von Windows jahrzehntelang getan.
Was könnte dieser Schritt jetzt bedeuten? Macht Microsoft einfach nur den Sack zu und fährt die Ernte ein?
Oder erkennt man in Redmond, dass der Markt für Betriebssysteme ausgereitzt ist und wendet sich jetzt zukunftsträchtigeren Einnahmequellen zu? Ich tippe auf letzteres. Die Nutzer von Morgen wollen keine Systeme mehr, sondern Dienstleistungen, Infrastruktur und Inhalte.

Nur wer weiter Geschenke verteilt, wird Kunden halten und gewinnen.

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By public demand...

Habe ich mal mit den Größen der letzten Photos experimentiert... Sorry für den Augenkrebs Markus, aber ich lerne Performancing erst noch beherrschen ;-)

Comodore 64 Wallpaper



Ach die gute alte Zeit ;-)

Meine VoIP Nummer ist sip:3271069@sipgate.de

... Und jetzt habe ich sogar ein Headset ;-)